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Drucksache - Der G-Lader


Wie funktioniert den das?
Und warum verwendet man das überhaupt?


 

Mehr Leistung kann man bekanntermaßen mit einem größerem Hubraum erzielen. Doch läßt sich ein vorhandener Motorblock nicht beliebig auf mehr Hubraum vergrößern. Die Abmessungen des Motorblocks setzen hier Grenzen.
Also muß nach anderen Wegen gesucht werden, dem Motor zu mehr Leistung zu verhelfen. Das geschieht beim G 40-Motor (bzw. G60) mit dem sogenannten G-Lader, der dem Motor mehr Verbrennungsluft zuführt.

 
  Für dieses Bild wurde der G-Lader aufgeschnitten. Zu sehen:

1 - Ladergehäuse
2 - Lager der Verdängerwelle (3)
4 - Dichtleisten
5 - Verdränger
 
 

Da es bekanntlich nicht reicht, dem Motor nur mehr Kraftstoff zuzuführen, verfährt man umgekehrt und leitet dem Triebwerk vermehrt Luft zu. Diese Art der Leistungssteigerung nennt man "Aufladung".
Der Nachteil von den bekannten Turbomotoren (Motor wird durch den Abgasstrom in schnelle Umdrehungen versetzt) besteht darin, daß sie im unteren Drehzahlbereich keine nennenwerte Leistungssteigerung liefern. Volkswagen ging beim G-Motor einen anderen Weg. Hier ermöglicht ein mechanischer Verdichter (Kompressor) schon bei niedrigen bis mittleren Drehzahlen mehr Drehmoment

 
  Die Zeichnung erklärt, wie der G-Lader funktioniert:

1 - überschüssige Luft kommt vom Drosselklappenteil zurück
2 - Luft wird durch den Luftfilter angesaugt
3 - Nebenwelle
4 - Verdrängerwelle
5 - Ölrücklauf
6 - veridichtete Luft gelangt über den Ladeluftkühler zum Drosselklappenteil
7 - Ölzulauf
 
 

In einem zweiteiligen Aluminiumgehäuse in G-Form (siehe Bild 1) befinden sich rechts und links die spiralförmigen Kammern. Im Gehäuse läuft der aus Magnesium gefertigte Verdränger. Auf dessen Grundplatte sitzen beidseitig G-förmige Spiralen von jeweils 40 mm Breite - daher der Name G40 (bzw. 60 mm bei G60). Jede dieser G-Spiralen bildet gemeinsam mit der Grundplatte und den Kammern in den Gehäusehälften eine separat arbeitende Ladekammer.

 
  Das stärkste Polo Triebwerk mit den wichtigsten Anbauteilen:

1 - Schlauch vom Drosselklappenteil
2 - Öldruckleitung (3)
3 - G-Lader
4 - Luftverdränger im Ladergehäuse
5 - Stutzen zum Ladeluftkühler
6 - Ölrücklaufleitung
7 - doppelter Keilriehmen
8 - Verdrängerwellen
9 - Ansaugstutzen zum Luftfiltergehäuse
 
 

Damit sich veränderliche Arbeitsräume bilden können, bewegt sich der Verdränger exzentrisch zum Gehäuse. Angetrieben wird die Welle des Verdrängers über den Doppelkeilriemen von der Riemenscheibe der Kurbelwelle. Parallel zur Verdrängung-Antriebswelle läuft eine Nebenwelle. Durch die beiden mit Exzentern versehenen Wellen erreicht man die gleichförmig exzentrische Drehbewegung des Verdrängers.
Die durch den Luftfilter angesaugte Verbrennungsluft gelangt in den G-Lader. Dort wird der Luftstrom vom Lader beschleunigt und gleichzeitig verdichtet. Dabei beträgt der vom G-Lader erzeugte Überdruck auf maximal 0,68 bar. Das verlustfreie Förervolumen beträgt 566 ccm pro Umdrehung der Exzenterwelle. Die Nenndrehzahl im G40 liegt bei 10.350 /min.

 
 

G-Lader Animation als Download (1.314 kB):

Quelle: Jetzt helfe ich mir selbst - VW Polo

 
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